Wo man in Cusco isst
4 h Route3 StoppsAm besten: Kräftig zu Mittag. Abends leicht, denn in der Höhe verdaut man schlechterAktualisiert Juli 2026
In Cusco isst man andin, und das ist nicht dasselbe wie die peruanische Küche der Küste, die im Ausland berühmt geworden ist. Hier regieren Kartoffel, Mais, Quinoa und das Fleisch der Höhe (Alpaka, Lamm, Meerschweinchen), und der Fisch kommt von weit her.

Ein Rat, der mehr wert ist als jede Restaurantempfehlung: In dieser Höhe arbeitet die Verdauung langsamer, und üppige Abendessen bekommen schlecht. Die große Mahlzeit ist mittags, abends isst man leicht. Alle hier machen es so, und es hat einen körperlichen Grund.
Die Route, Stopp für Stopp
3 STOPPS- 01
Die Kartoffel, ernsthaft
Die Kartoffel wurde vor rund achttausend Jahren in den Anden domestiziert, und von hier ging sie in die übrige Welt.
Auf dem Markt sieht man Dutzende Sorten mit sehr unterschiedlicher Textur und Geschmack, und auf der Karte stehen sie in Gerichten, die keine Beilage sind: Causa, Papa a la huancaína, Ocopa.
Probieren muss man Chuño: Kartoffel, nach inkaischer Methode entwässert: nachts gefrieren lassen, tagsüber in der Sonne trocknen, über mehrere Tage, bis sie steinhart ist und sich jahrelang hält. Eine jahrhundertealte Konservierungstechnik, die hier weiter in den Küchen steht.
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Meerschweinchen, Alpaka und Festessen
Das Cuy, Meerschweinchen, wird in den Anden seit Jahrtausenden gehalten und ist Festfleisch, kein Alltagsessen: In den Häusern kommt es zu Taufen, Hochzeiten und Patronatsfesten auf den Tisch. Es wird gegrillt oder im Ofen zubereitet und ganz serviert, mit Kopf und Füßen: das sollte man vor dem Bestellen wissen. Alpaka ist viel leichter zugänglich: mageres Fleisch, sehr fettarm, mit mildem, rindähnlichem Geschmack. Auf der Karte steht es als Filet oder als Spieß. Ein weiterer Klassiker ist die Pachamanca, unter der Erde mit heißen Steinen gegart: die gehört allerdings eher aufs Land als in ein Stadtrestaurant.
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Coca, Chicha und was man trinkt
Das Cocablatt wird in den Anden seit Jahrtausenden gekaut und als Aufguss getrunken, es ist in Peru legal und steht in jedem Hotel in einer Schale neben dem heißen Wasser. Es hilft gegen Soroche und gegen Müdigkeit.
Ein wichtiger praktischer Hinweis: Hier ist es legal und **in den meisten Ländern nicht**, es gehört also nicht in den Koffer für den Rückweg, weder als Blatt noch als Teebeutel.
Zum alkoholfreien Trinken die Chicha morada, aus violettem Mais mit Ananas, Zimt und Nelken gekocht, süß und ohne Alkohol. Die Chicha de jora hat welchen: Sie ist aus vergorenem Mais und wird in den Chicherías der Viertel ausgeschenkt, traditionell an einem roten Beutel oder einer Blume über der Tür zu erkennen.
Häufige Fragen
Darf man Cocablätter mit nach Hause nehmen?
Besser nicht. In Peru und Bolivien ist sie legal, in den meisten Ländern jedoch verboten, Teebeutel eingeschlossen, und sie kann am Zoll oder bei einer Drogenkontrolle ernsten Ärger bedeuten. Man konsumiert sie dort und lässt sie dort.